„Die Dinge sind nicht, was sie zu sein scheinen, noch sind sie etwas anderes.“
„Taten sind vorhanden, doch ist kein Täter zu finden."
                                                                                                                 Lankavatara Sutra (Buddhismus)

Die Holistische Betrachtung des Menschen

ist eine Philosophie. Der zentrale Grundsatz beinhaltet zwei Aussagen: a) der Mensch ist der Gestalter seines Lebens und b) der Mensch ist in das Leben vollständig eingebunden. Als Gestalter seines Lebens ist der Mensch mit freiem Willen ausgestattet und er trägt die Verantwortung für seine Erfahrungen. Sein Eingebundensein ins Leben bedeutet, der Mensch erfährt sich selber im Leben und in der Welt und er kann Bewusstsein über sich selber erlangen. Indem der Mensch seinen freien Willen annimmt, kann er damit eine Uebertragung von neuen Mustern aus dem Bewusstsein ins Selbst initiieren, diese Muster in der Welt erleben und sich entwickeln. Diese Transformation von Bewusstsein in den stofflichen Körper ist der Inhalt eines Prozesses.

 

Der Holistische Ansatz in der Therapie

Mit dem Holistischen Ansatz wird stets der Akteur, also ich selber, ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt. Der Mensch ist in Beziehung mit sich selber und erlebt sich in der Welt. Mit der gleichen Beziehungs-Gestaltung begegnet er seinem Gegenüber und bestimmt damit sein Erleben stets selber. Damit ist das Erleben in der Welt ein Spiegel des inneren Erlebens. Eine Therapie beinhaltet damit den Umstand, dass zwei Menschen mit eigenem Erleben einen gemeinsamen neuen Weg finden. Die Aufgabe des Therapeuten ist, sich von seinem Erleben zu distanzieren, das Erleben des Klienten zu übernehmen, seine Themen zu erfahren und mit dem Klienten neue Erfahrungen zu gestalten, ohne sich selber zu verlieren.